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THEMA UMWELT

Ob der Hanf zu den C3- oder C4-Pflanzen gehört, darüber streiten sich Experten. Auf jeden Fall ist er von seinem Potential her perfekt zur Erzeugung von Biomasse bzw. erneuerbarer Energie geeignet. 

Durch das schnelle Wachstum der Pflanze wird extrem viel Photosynthese betrieben und enorm viel Kohlendioxid (CO2, Treibhausgas) und Wasser (H2O) in Sauerstoff (O2) und Biomasse umgewandelt.

Für den Anbau von Hanf werden keine Düngemittel und Pestizide benötigt. Er ist sehr robust und widerstandsfähig. Er ist Selbstverträglich und kann auch im Fruchtwechsel, unabhängig von der Sorte bei der Verbesserung  des Bodens helfen.

Der Energiewert von Hanf liegt etwa zehnmal so hoch wie beispielsweise von Weizen, das heißt während bei Weizen 6.000 kg Ertrag eingebracht werden reichen bei Hanf 600 kg. Anders ausgedrückt liegt der Schluss nahe, dass in jedem einzelnen Hanfsamen 10 Mal mehr Energie steckt.

Auch gegenüber Holz hat Hanf enorme Vorteile. Auf 0,4 Hektar wächst gleich viel Hanf wie auf 1.66 Hektar Holz. Hanf ist viel flexibler, weil er nur 100 Tage und nicht 20 Jahre Wachstumszeit benötigt.

Hanf ist auch für die biologische Landwirtschaft interessant. Er benötigt keinen Düngeeinsatz und reinigt den Boden von Schwermetallen. Als Vorfrucht von Weizen erzielt dieser 10-20 % mehr Weizenertrag und ist durch seine hohe Selbstverträglichkeit in der Fruchtfolge äußerst unkompliziert im Anbau.

Die Hanfsamen können gepresst als hochwertiges Speiseöl aber auch als Basis für Kosmetika verwendet werden. Auch die sogenannte Hanfmilch wird aus den Hanfsamen gewonnen.

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Aber auch die restlichen Teile dieser einjährigen Pflanze können zu den verschiedensten Verwendungszwecken verarbeitet werden.

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Aus Hanf kann aber auch Biosprit gewonnen werden. Dieser enthält keinen Schwefel, der als Hauptverursacher von Feinstaub bekannt ist.

 

Ertragsleistungen: Stengel: 60-120 dt/ha (= 20-40 dt Rohfasern)
Samen: 8-12 dt/ha (= 3-4 dt Öl)
bestimmte Sorten bis zu 27 dt/ha (etwa 9 dt Öl)

 

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